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Niederschwellige Anlaufstelle für Jugendliche

Spezielle Angebote für Mädchen und Jungen
 
     

Strukturelle Verbesserung der Vorbereitung auf den Übergang Schule- Beruf in verschiedenen Institutionen

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Ressourcen verschiedenster Institutionen verbinden

     
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Kompetenzagentur
Dienstleistungen für das Netzwerk und Mittlerfunktion beim Übergang Schule- Beruf

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Kompetenzen und Motivationen von Jugendlichen für einen gelungenen Übergang ins Berursleben fördern
 
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Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Problemlagen beim Übergang Schule- Beruf

   

Präventionsarbeit zur Vorbeugung von desintegrierten Berufs- u. Sozialbiographien


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Case-Management als zentraler Handlungsansatz

Das Case-Management richtet sich an die Teilgruppe von Jugendlichen, die den Übergang Schule und Beruf ohne die Unterstützung eines Hilfesystems nicht bewältigen können. Auf diese mehrfach benachteiligte Personengruppe trifft von den nachfolgenden Merkmalen mindestens zwei zu:
+ unzureichender Schulabschluss
+ Fehlen von Schulabschlüssen
+ Sprachprobleme
+ Verschuldungstendenzen
+ verdeckte Wohnungslosigkeit
+ Verhaltensauffälligkeiten im Grenzbereich zu psychischen Erkrankungen.
In Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern und den Sozialarbeiter/innen der Kompetenzagentur wird der Jugendliche ins Case-Management überführt.

Der methodische Ansatz und die Prozess-Schritte im Case-Management

Ausgehend von der Lebenslage des Einzelnen sollen vorhandene Bewältigungsstrategien und biografisch bedingte Ressourcen und Möglichkeiten des Hilfebedürftigen als Basis für eine Reduzierung der Problemlagen und für eine Heranführung an die Bedingungen des Arbeitsmarkts mitgenutzt werden. Der Klient soll stabilisiert werden und - falls erforderlich - dem etablierten Hilfesystem in Waldeck-Frankenberg zugeführt werden. Ziel des gesamten Case-Managementprozesses ist es, den Teilnehmenden durch die Auswahl, Organisierung und Durchführung der angemessenen Hilfeangebote soweit zu stützen, dass eine langfristige Desintegration verhindert werden kann. Das Case-Management greift die komplexe individuelle Problemlage des Klienten auf und begleitet den Unterstützungsprozess in enger Absprache mit dem jeweiligen Netzwerkpartner.
„Das Fallmanagement ist ein kooperativer Prozess, in dem Versorungsangebote und Dienstleistungen erhoben, geplant, implementiert, koordiniert, überwacht und evaluiert werden, um den individuellen Versorgungsbedarf eines Klienten mittels Kommunikation und verfügbaren Ressourcen abzudecken.“ (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge 2004)

Der methodische Ansatz / die Prozess-Schritte

Die Kompetenzagentur plant und führt das Case-Management in folgenden Schritten durch. Diese Schritte können in der Praxis ineinander übergehen, bilden aber für die Planung des Case-Management gesonderte Abschnitte.

Prozessschritt 1:

Beraten und Herstellen eine Arbeitsbündnisses

Ziel: - Herstellung eines Arbeitsbündnisses
- Vorentscheidung über Richtung des Unterstützungsmanagements
 

Prozessschritt 2:

Probleme erkennen und verorten

Ziel: - Zielorientierte Gewinnung eines differenzierten Bildes von Problemen und Ressourcen der Klient/innen
- psycho-soziale Anamnese, Potentialanalysen
- psycho-soziale Diagnose
 

Prozessschritt 3:

Ziele vereinbaren

Ziel: - Für beide Seiten verbindliche Festlegung, was wie in welchem Zeitraum erreicht werden soll
-Ziele werden entwickelt, die überprüfbar und messbar sind, die eine längerfristige Orientierung vermitteln, die aber gleichzeitig kleinschrittig operationalisiert und kontinuierlich bearbeitet werden können
 

Prozessschritt 4:

Hilfsangebote planen

Ziel: - Gemeinsame Planung des Einsatzes von Hilfeangeboten und Ressourcen
- verpflichtende Teilnahme an den Beratungsgesprächen
 

Prozessschritt 5:

Leistungen Dritter einzelfallbezogen steuern

Ziel: - Das benötigte Leistungsangebot wird bedarfsgerecht erbracht
 

Prozessschritt 6:

Den Einzelfall begleiten und abschließen: beobachten und bewerten

Ziel: - Gewinnung von Informationen über den Fallverlauf, um ggf. rechtzeitig intervenieren zu können
- Bewertung des Falles und des Fallverlaufs
 

 Zusammenfassung der Aufgaben des Case-Managements

   - Kontaktaufbau zum Klienten und gegebenenfalls zu Mitgliedern aus dessen
     persönlichem Umfeld
   - Die Case-Manager/in bleibt während des gesamten Prozesses die wesentliche
     Kontaktperson
   - Erstellung der Sozialanamnese und sowie Ermittlung arbeitsweltrelevanter Ressourcen
   - Bildung der Sozialdiagnose
   - Ziel- und Bedarfsklärung:
     * Ansprechpartner bei Klientenangelegenheiten für Dritte
     * Überleitung zu bestehenden beruflichen und sozialen Förderangeboten
   - Förderung der Veränderungsbereitschaft
   - Aktivierung des Klienten: Einfordern von Eigenaktivitäten
   - Abschluss einer Zielvereinbarung mit dem Klienten: diese kann mit den
     Vertretern der Kooperationspartner abgestimmt werden
   - Einbeziehung Dritter (z. B. Fachdienste)
   - Ansprechpartner für potentielle Arbeitgeber

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Assessment-Center-Verfahren und Potentialanalysen für Jugendliche

Berufsfindung; Berufswahl; Stärken und Kompetenzen für bestimmte Berufe; Förderbedarf in der Berufsvorbereitung und der anschließenden Ausbildung … dies sind Themen, die sich für Jugendliche und auch für die potentiellen Ausbildungsbetriebe im Vorfeld einer Berufsausbildung stellen.

Potentialanalysen und Assessment-Center (ACs) können die Jugendlichen bei Berufswahlentscheidungen unterstützen.

In der Kompetenzagentur KOA führen wir Potentialanalysen und Assessment-Center für Einzelpersonen und Gruppen durch.

Was sind Assessment-Center und Potentialanalysen?

Das Assessment-Center (AC) ist ein Gruppenprüfverfahren, in dem mehrere Kandidaten von mehreren BeobachterInnen in verschiedenen Übungen, praktischen Aufgaben, Tests, Rollenspielen etc. über einen längeren Zeitraum (bis zu 2-3 Tagen) im Hinblick auf wichtige Kriterien nach festen Regeln beobachtet und anschließend eingeschätzt werden. AC in der Berufsvorbereitung für Jugendliche können die sichere Berufswahl und die Auswahl der angemessenen Förderinstrumente unterstützen. Das AC ist ein handlungsorientiertes Verfahren und ermöglicht so einen genauen Blick auf die beruflichen Stärken und Schwächen der Jugendlichen. Es bietet zudem den Jugendlichen die Möglichkeit der praktischen Selbsterfahrung und der Selbsteinschätzung in den präferierten Berufen. Es identifiziert deutlicher als jedes verbale Verfahren oder jede kognitive Diagnose den Unterstützungsbedarf zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit.

Potentialanalysen sind Analyse- und Diagnoseverfahren für Einzelne oder Gruppen, die nach der gleichen Methode wie die vorab beschriebenen ACs aufgebaut sind. Sie werden eingesetzt, um Aussagen zu den arbeitsweltrelevanten Schlüsselkompetenzen (Teamfähigkeit, Problemlöseverhalten, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit) sowie zu den Merkmalen Motivation, motorisches Geschick, kognitive Fähigkeiten u.a. treffen zu können.

Die Übungen im Potentialanalyseverfahren werden eingesetzt zur Klärung der vorhandenen Basiskompetenzen für unterschiedliche Berufsfelder.

Wie sieht der Ablauf eines ACs oder einer Potentialanalyse aus?

Der Ablauf ist für jeden Teilnehmenden gleich:

1. Einführung in die Aufgaben durch die Ausbilder/in oder die Beobachter/in.
2. Die Teilnehmenden erhalten die Unterlagen für die Ausführung der Aufgabe.
3. Die Teilnehmenden bearbeiten die Aufgaben in der vorgegebenen Zeit.
4. Dabei werden die Teilnehmenden nach den zuvor festgelegten Kriterien beobachtet.
5. Die BeobachterInnen erstellen ein individuelles Beobachtungsprofil.
6. In der Beobachter/innen - Besprechung werden die Beobachtungsprofile
    zusammengetragen und die Fähigkeitsprofile für die Berufsfelder gemeinsam entwickelt.
7. Die Teilnehmenden bekommen ein Feedback von den BeobachterInnen.
8. Die Teilnehmenden füllen einen Selbsteinschätzungsbogen aus.
9. Die BeobachterInnen treffen eine Einschätzung über die Eignung des Jugendlichen,
    unter Berücksichtigung einer der Ausbildung vorgeschalteten Fördermaßnahme.

Die Anforderungen an das AC-Verfahren

- Die Beobachter/innen sind in der Anwendung einer systematischen
  Verhaltensbeobachtung durch ein spezielles Training geschult.
- Die Beobachter/innen haben gelernt, Beobachtungsfehler zu erkennen und zu vermeiden.
- Die Beobachter/innen sollen möglichst viele unterschiedliche Jugendliche
  bei den einzelnen Aufgaben beobachten.
- Der Beobachteraustausch bezieht sich auf die gemeinsam beobachteten Jugendlichen.
- Die Ausführung der Aufgaben und die daraus abzuleitenden Beobachtungskriterien
  bei wurden vorab in einer Entwicklungsphase getestet.

Die Kompetenzagentur KOA wendet unterschiedliche Modelle für ACs und Potentialanalysen an:

- DIA-TRAIN Basiskompetenzen Gruppenübungen
 
- LaborA Basiskompetenzen Gruppenübungen
 
- MELBA Basiskompetenzen Einzelübungen
 
- ACs nach IMBSE berufsrelevante Kompetenzen Einzelübungen und Gruppenübungen
 
- ACs BWF berufsrelevante Kompetenzen für gastronomische Berufe Einzelübungen
 
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